Zertifizierungen

Um das Risiko von Zwischenfällen bei der Errichtung einer Erdwärme-Anlage, insbesondere beim Abteufen der notwendigen Bohrungen zu minimieren, sollte auf alle Fälle auf die Durchsetzung der behördlichen Auflagen und die Qualitätsstandards auf der Baustelle geachtet werden.

  

Neben der erforderlichen Zertifizierung der Bohr- und Brunnenbauunternehmen nach dem DVGW-Arbeitsblatt W120 G1 (über 100 m Tiefe) oder G2 (bis 100 m Tiefe) spielt die lokale Fachkunde eines Erdwärme-Dienstleisters eine wichtige Rolle. Referenzen (hinsichtlich Ort, Umfang des Vorhabens und geplanter Bohrtiefe) sollten daher möglichst im Vorfeld der Arbeiten erfragt werden.

Eine Reihe von Referenzanlagen finden Sie auf unserer Seite und beim BWP. Gute Wärmepumpen besitzen außerdem ein europäisches EHPA-Gütesiegel und Wärmepumpeninstallateure sollten nach EUCERT zugelassen sein. Auf den Seiten des BWP können Sie zudem eine Liste der Fachpartner einsehen.

Woran erkenne ich ein seriöses Bohrunternehmen?

Ein Bohrunternehmen sollte über die erforderlichen Zertifizierungen nach DVGW-Arbeitsblatt W120 (Teil 2 in Vorbereitung) verfügen. Erfragen Sie weiterhin Referenzen hinsichtlich Region, Bohrtiefe und Größe des Vorhabens.

Wie hoch ist das Risiko des Bauherren?

Das Risiko des Bauherren ist unter Berücksichtigung der qualitativen Vorgaben, der erforderlichen fachlichen Zertifizierungen und bei Einhaltung der genehmigungsrechtlichen Auflagen relativ gering. Es verbleibt jedoch ein gewisses Restrisiko hinsichtlich unvorhersehbarer Untergrundverhältnisse, das durch verursacherunabhängige Versicherungen gedeckt werden kann.


Versicherung

In Zusammenarbeit mit der Waldenburger Versicherung AG (einem Bauleistungs- oder Haftpflichtversi- Unternehmen der Würth-Gruppe) bietet der BWP einen grundsätzlichen Versicherungsschutz für die Absicherung von unvorhergesehenen Sachschäden durch Bohrvorhaben an und übernimmt damit auch verschuldensunabhängige Schäden. Insbesondere Erdhebung, Erdsenkung, Erdbeben, Erdrutsch, Anschnitt von gespannten Grundwasserleitern, Gasaustritt, Eintrag mikrobiologischer Verunreinigungen und der hydraulische Kurzschluss zweier getrennter Grundwasserstockwerke werden damit versicherbar.

Im Schadensfall werden neben den eigenen Schäden, Sachschäden in der Nachbarschaft unter anderem auch die Kosten für die so genannten Folgeschäden wie das Aufräumen und Entsorgen, Bewegungs- und Schutzmaßnahmen, Schadensuchkosten, Kosten für Rechtschutz bei unbegründeten Ansprüchen Dritter und umsonst aufgewandten Bohrkosten ersetzt.

Die Beauftragung von qualifizierten und zertifizierten Personen ist Voraussetzung für den Versicherungsschutz. Hier will der BWP auch im Bereich der Qualitätssicherung und Prävention einen Beitrag leisten. Schließlich sind bei Erdsonden-Bohrungen – wie auch bei anderen Bohrvorhaben, z.B. für Trinkwasserbrunnen – die Erfahrung und Qualifikation der beteiligten Fachleute entscheidend, um Risiken zu vermeiden.

Versicherungsbeiträge

Bereits ab 250 – 300 EUR (zzgl. MWSt.) kann der Bauherr eines Einfamilienhauses Schäden bis eine Million Euro absichern.

Klassische Versicherungen

Bauleistungs- oder Haftpflichtversicherungen leisten nur für das eigene Bauvorhaben oder nur dann, wenn ein Verschulden nachgewiesen werden kann.

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