Erdwärmesondenanlagen sind komplexe Systeme, die aus mehreren Komponenten bestehen. Gut aufeinander abgestimmt liefern diese über ihre gesamte Lebensdauer zuverlässig und kostengünstig Energie. Die Sicherung sowie Einforderung qualitativer Standards bei der Vorbereitung und Errichtung der Anlage spielt dabei eine wichtige Rolle.

Qualität bei der Planung

  • Vorliegen einer Wärmebedarfsermittlung (Haustechnikplaner/Architekt)

  • Wahl der geeigneten Wärmepumpe

  • Anfertigen einer geothermischen Standortbewertung

  • Geothermische Testarbeiten bei Anlagen > 30 kW

  • Ausschreibung der Bohrarbeiten und Vergleich der Angebote

  • Vorliegen aller Genehmigungen

Qualität bei der Bohrung

  • Zertifizierung des Bohrunternehmens nach DVGW-Arbeitsblatt W120 G1/G2

  • Einsatz fachkundigen und geschulten Bohrpersonals

  • Kenntnisse der lokalen Geologie

  • Beachtung der behördlichen Auflagen

  • Dokumentation aller Arbeiten

  • Sofortige Meldung von Zwischenfällen an zuständige Stellen

Qualität bei der Sonde

Erdwärmesonden müssen den folgenden Standards genügen:

  • Externe Erdwärmesystemüberwachung z.B. durch das Süddeutsche Kunststoffzentrum Würzburg (SKZ) oder einer gleichwertigen Organisation nach der Norm HR 3.26

  • Werksgeschweißte Erdwärmesonden ohne weitere Schweißmuffen am Strang

  • Werksprüfzeugnis nach DIN EN 10204 des Herstellers beiliegend

Der Einbau sowie die Abnahmeprüfungen sollten nach Vorgaben der Installationsrichtlinie für Erdwärmeprodukte des Kunststoffrohrverbandes (KRV) erfolgen.

Qualität bei der Verfüllung

Gemäß VDI 4640 muss die Suspension nach ihrer Aushärtung eine dichte und dauerhafte Abdichtung des Bohrlochs gewährleisten. Moderne Verfüllbaustoffe erfüllen daher vier Funktionen:

  • Mechanisch – Bohrloch-Stabilisierung

  • Thermisch – Wärmeübertragung vom Gestein zum Sondenrohr

  • Sicherheitstechnisch – Schutz des Grundwassers vor auslaufender Sole

  • Hydraulisch – Trennung der Grundwasserleiter und -stauer

Der Einbau des Materials hat grundsätzlich über ein Verpressrohr oder -gestänge im Kontraktorverfahren zu erfolgen. Dabei sind die Verfüllbaustoffe nach Herstellerangaben anzumischen.

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