Investitionskosten

Die Investitionskosten für eine Erdwärmeanlage lassen sich in zwei Kostengruppen unterteilen: in die der Wärmepumpe und in die Erschließung der Wärmequelle. Ganz grob gerechnet belaufen sich die Kosten für eine Wärmepumpe in etwa auf die einer Gas- oder Ölheizung inklusive des dafür erforderlichen Schornsteins. Die eigentlichen Mehrkosten eines Erdwärmeprojektes entstehen also durch die Kosten der Bohrung.

Angaben zu den Investitionskosten für die Bohrung sind von vielen Faktoren abhängig, die durch den Fachplaner möglichst schon zu Beginn des Projektes beachtet werden müssen. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die „Ergiebigkeit“ des Untergrundes, bestimmt durch die Wärmeleitfähigkeit des Gesteins und die Untergrundtemperatur am Standort. Dabei sind starke regionale Schwankungen möglich. Die Kenntnis des geologischen Untergrundes ist deshalb eine der wesentlichen Voraussetzungen zur Optimierung der Kosten, d.h. zur Festlegung der erforderlichen Bohrmeter.

Bohrungsdaten aus Archiven der geologischen Landesämter sowie geologische Karten und Profile lassen Rückschlüsse auf die zu erwartende Schichtenfolge zu. Diese Daten müssen nun in die „geothermische Entzugsleitung“ übersetzt werden. Fachplanungsbüros unterstützen Sie dabei, die optimale Bohrungstiefe und -anzahl zu kalkulieren.

Optimale Bohrmeter

Werden zu viele Bohrmeter niedergebracht, so erhöhen sich die Investitionskosten unnötig. Werden dagegen zu wenig Bohrmeter abgeteuft, so treten nicht die erwünschten Betriebskosteneinsparungen auf.

Rechenbeispiel Investitionskosten

Einfamilienhaus (120 m2 x 50 W/m2 = 6 kW)

Wärmepumpe: 9.000 EUR
Bohrung 100m (inkl. horizontale Anbindung): 6.000 EUR

Betriebskosten

Betriebskosten sind im Wesentlichen vom Stromverbrauch der Wärmepumpe (also von der Jahresarbeitszahl) abhängig.

Über den zum Betrieb der Wärmepumpe erforderlichen elektrischen Strom, lassen sich Betrachtungen zur Amortisation des Systems und Vergleiche mit einem anderen System (Öl, Gas) tätigen. Dazu ist es erforderlich, Prognosen zur Entwicklung der Energiepreise anzusetzen, was erfahrungsgemäß nicht einfach ist.

Bei steigenden Energiepreisen kann eine Wärmepumpe (75% kostenlose Umweltwärme) die Abhängigkeit der Betriebskosten von dieser Preisentwicklung reduzieren.

Sondertarife der Energieversorger

Wichtig ist die Wahl des optimalen Stromtarifs. Oftmals bieten Versorger Sondertarife an.

Rechenbeispiel Betriebskosten

Einfamilienhaus (15.000 kWh/Jahr für Heizung und Warmwasser, Preise Stand 08/2011)

Sole-Wasser-Wärmepumpe: 700 EUR/Jahr
Ölheizung: 1.600 EUR/Jahr
Gasheizung:1.300  EUR/Jahr

Amortisierung

Schon bei einer moderaten Energiepreissteigerung lohnt sich die Investition in eine Erdwärmeanlage. Die 6.000 EUR Mehrkosten (gegenüber den konventionellen Alternativen) für die Bohrung amortisieren sich bereits nach 6 Jahren (Öl) bzw. 9 Jahren (Gas).

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