1. Liegt eine zuverlässige Energiebedarfsermittlung vor?

Dazu müssen die Leistung der Wärmepumpe in kW und die erforderlichen Betriebsstunden für Heizen und Warmwasserbereitung bekannt sein. Bei abweichenden Nutzungen vom Standard bzw. bei Kühlung mit Geothermie oder auch bivalentem Betrieb ist die Lastverteilung über das Jahr wichtig. In der Regel erhalten Sie diese Angaben vom Energieberater, Haustechnikplaner oder Architekten.

2. Erfolgte die Dimensionierung der Sondenbohrungen durch einen Fachmann?

Anzahl, Tiefe und Abstand zwischen den Erdwärmesonden sind wesentliche Voraussetzungen für eine optimal funktionierende Anlage und natürlich für die Investitionskosten. Da diese Größen vom Energiebedarf des Gebäudes und vom Untergrund am Standort abhängig sind, können Orientierungsgrößen, wie 50 W/m Bohrung oder 25 W/m2 Kollektorfläche als Anhaltspunkt für eine erste Schätzung dienen.

3. Ist der Platzbedarf geklärt?

Die Lage der erforderlichen Bohrpunkte muss im Vorfeld mit der Bohrfirma abgestimmt werden. Berücksichtigen Sie dabei auch den Platzbedarf für das Bohrgerät zum Abteufen der Bohrungen. Kommen Kollektoren zum Einsatz, muss berücksichtigt werden, dass die erforderliche Fläche später nicht überbaut werden darf.

4. Haben Sie alle wesentlichen Unterlagen und Pläne des Grundstücks?

Damit es beim Bohren keine bösen Überraschungen gibt, ist es erforderlich, alle Bestandspläne zu besitzen bzw. die Schachtscheine bei den Medienträgern (Gas, Wasser, Abwasser und Telekom) einzuholen.

5. Besteht ein ausreichender Versicherungsschutz?

Gegen evtl. Schäden können Sie sich auch als Bauherr versichern. Diese Versicherung ist verursacherunabhängig und überbrückt finanzielle Schäden bis zur Feststellung der Schuldfrage.

6. Liegen alle Genehmigungen vor?

Die aus der wasserrechtlichen Genehmigung ersichtlichen Auflagen und Beschränkungen müssen dem ausführenden Unternehmen bekannt sein und auf der Baustelle berücksichtigt werden. Bei Bohrtiefen über 100 m gilt dies auch für die bergrechtlichen Auflagen.

7. Wurde ein fachlich qualifiziertes Bohrunternehmen ausgewählt?

Wichtig ist hier das Vorliegen einer Zertifizierung nach W120 und lokaler Referenzen. Ausreichender Versicherungsschutz gewährleistet eine Haftung des Bohrunternehmens bei Schadensfällen.

8. Werden qualitativ hochwertige Materialien eingesetzt?

Dazu zählen zertifizierte Sondenrohre und vorgemischte hochwertige Verfüllbaustoffe. Eine Erdwärmesonde wird genau wie das zu beheizende Gebäude, für die nächsten Generationen errichtet – gehen Sie daher sicher, dass Material und Verarbeitung Spitzenqualität aufweisen. An dieser Stelle ist eine „Nachrüstung“ nicht mehr möglich.

9. Erfolgt ein fachgerechter Einbau der Sonden?

Der Einbau der Erdwärmesonde in das Bohrloch ist ein sensibler Prozess. Deshalb müssen die Sonden nach dem Einbau und nach dem Verpressen Druckprüfungen unterzogen werden, die eine Beschädigung des Materials beim Einbau ausschließen.

10. Existiert eine Dokumentation aller Arbeiten?

Selbstverständlich gehören eine Dokumentation aller ausgeführten Arbeiten und die Vorlage der Werkszeugnisse nach Abschluss der Arbeiten zu den Rechten des Bauherren.

11. Sind die Schnittstellen zu Nachbargewerken geklärt?

Bei der Errichtung einer Geothermieanlage müssen Haustechniker, Bohrunternehmen und die entsprechenden Planer und Architekten eng zusammenarbeiten. Deshalb ist es wichtig – sollten diese Arbeiten nicht aus einer Hand ausgeführt werden – dass die Schnittstellen im Vorfeld klar definiert werden.

Impressum - Kontakt - Datenschutz - Sponsoring - Pressebereich - Sitemap  | Die erdwärmeLIGA ist eine Rangliste der bei der Geothermienutzung erfolgreichsten Städte, Kommunen, Landkreise und Bundesländer. | Kreation: 599media GmbH – Werbeagentur Dresden