30. November 2010

Uhlandschule in Stuttgart Zuffenhausen wird zur Plus-Energie-Schule

Nachdem die erste Bestandsanalyse bereits in 2009 durchgeführt wurde, sind die Sanierungs- und Baumaßnahmen für 2012/13 vorgesehen. Anschließend werden die umfangreichen Maßnahmen in einer Messphase ausgewertet und so die Realisierbarkeit des Ansatzes fortlaufend überprüft. Geplant ist auch, dass die Ergebnisse laufend der Öffentlichkeit mitgeteilt werden.

Die Einordnung als Plus-Energie-Schule erfordert, dass das gesamte Gelände durchschnittlich pro Jahr mehr Energie gewinnt als es benötigt. Um dieser Vorgabe zu entsprechen, wurde es nötig, die Wärmedämmung zu verstärken sowie neue Lüftungskonzepte einzuführen. Erdwärme und Sonnenenergie sollen den Energiebedarf decken und im Bereich der technischen Anlagen wird auf energiesparende Geräte gesetzt.

Dabei kommen etwa 75 Prozent der benötigten Wärme aus dem Erdreich. Die Nutzung mehrerer dezentraler Wärmepumpen in den unterschiedlichen Gebäuden sorgt dafür, dass die Wärmetransportverluste möglichst gering sind. Die Wärmepumpen sollen über eine thermoaktive Decke ganzjährig für ein angenehmes Klima in den Schulräumen sorgen. Ein Teil des von der 2.370m² umfassenden Photovoltaikanlage erzeugten Stroms wird zum Betrieb der Wärmepumpen genutzt. Solarkollektoren decken den Warmwasserbedarf.

Die Kosten des Projekts werden mit 12,3 Millionen EUR angegeben und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie von einem projektbegleitenden Industriekonsortium anteilig übernommen. Bundesweit sollen zunächst drei Schulen zu Plus-Energie-Schulen umgebaut werden. Auf die Schüler der Uhlandschule jedenfalls kommt eine aufregende Zeit zu. Die Umbauarbeiten sollen während des laufenden Schulbetriebs durchgeführt werden. So haben sie zumindest Gelegenheit, die Arbeiten hautnah zu verfolgen und wie Gabriele Wackerle-Kuhn, die stellvertretende Schulleiterin, mitteilt, soll das Projekt auch Teil des Unterrichts werden, was die Chance bietet, über den Weg der Schule möglichst viele Gesellschaftsschichten direkt oder indirekt anzusprechen und für das Thema der Energieeinsparung zu sensibilisieren.


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