21. Mai 2012

Detaillierter Geothermieatlas für Bayern bis 2015

Im Februar 2012 startete die letzte große Projektphase zur geothermischen Erfassung Bayerns. Bis 2015 soll ein Großteil der bislang noch unerfassten Regionen durch bodenkundliche, geologische und hydrogeologische Untersuchungen auf ihre Eignung zur Erdwärmenutzung untersucht werden. Dabei sollen Karten in den Maßstäben 1:25.000, 1:50.000 und 1:100.000 erstellt werden anhand derer die Öffentlichkeit einfach die Rahmenbedingungen für die Erdwärmenutzung in ihrer Gegend erfahren kann. Zudem plant das Landesamt für Umwelt in Bayern ein Auskunftsportal das Bauherren und Planern im Internet die optimale Art der Erdwärmegewinnung und Bohrtiefe vorschlägt.

Das vom Bayrischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit initiierte Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert und gefördert.
Die Planungsregionen Oberfranken-Ost und Oberfranken-West, Ingolstadt, Donau-Wald und Landshut, sowie Teile von Oberpfalz-Nord und Regensburg wurden bereits kartiert und können über das Bodeninformationssystem Bayern (BIS-BY) abgefragt werden.
Bis Ende 2011 wurden zudem die Regionen Oberpfalz-Nord, Industrieregion Mittelfranken, Westmittelfranken, Regensburg, Südostoberbayern, Augsburg und der Ostteil des Oberlands geologisch, hydrogeologisch und bodenkundlich kartiert. Diese Daten sollen bis Ende des Jahres auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Im jetzt geplanten dritten Abschnitt sollen bis 2015 die Regionen Bayerischer Untermain, Würzburg, Main-Rhön, Donau-Iller, Allgäu, der Südteil Augsburgs und der Westteil des Oberlandes hinzukommen.
Die Region München wird nicht im Rahmen des EFRE gefördert, soll aber auch bis 2016 erfasst werden.

Für das Projekt werden voraussichtlich insgesamt 32 Millionen Euro vom Freistaat Bayern und der Europäischen Union aufgebracht werden. Durch das Projekt können sich Hausbauer und Geothermieplaner über mehr Planungssicherheit und schnellere Genehmigungsverfahren und damit geringere Kosten für die Erdwärmeanlage freuen.


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