08. Februar 2012

Bayern will bei Erdwärme durchstarten

Dr. Marcel Huber, Umweltminister des Freistaates Bayern, betonte beim Start des zweiten EU-Teilprojektes "Informationsoffensive Oberflächennahe Geothermie (IOGI) 2012-2015", dass sich Bayern beim Ausbau von Erdwärme bzw. oberflächennaher Geothermie aktiv engagieren will. "Die im Boden gespeicherte Sonnen- und Erdwärme ist praktisch überall in Bayern nutzbar. Dieses Potential müssen wir ausschöpfen", so Huber. Dabei spiele insbesondere der doppelte Nutzen der Erdwärme - die Möglichkeit, sowohl Gebäude zu beheizen als auch zu kühlen - als auch die Umweltfreundlichkeit dieser Heizmethode und die Potenziale zur CO2-Einsparung eine wesentliche Rolle.

Ziel des Projektes, in das der Freistaat gemeinsam mit der EU 16 Mio. EUR investieren will, ist es, bayernweit alle Standorte für die Nutzung von Erdwärme und die günstigen Techniken für deren Erschließung zu untersuchen. In dem Vorläufer-Projekt "IOGI 2008-2011" wurden bereits zwei Drittel der Fläche Bayerns geowissenschaftlich bearbeitet. Danach sind 66 Prozent der Landesfläche (rund 46.000 km²) für Erdwärmesondenbohrungen geeignet. Nun sollen auch die übrigen Flächen kartiert und die Techniken Erdwärmekollektor und Grundwassernutzung erfasst werden. Die erfassten Wärme- und Kühlungspotenziale werden bis 2015 Schritt für Schritt in den Energie-Atlas Bayern (www.energieatlas.bayern.de) integriert und sind dort kostenlos für Bürger, Planer und Behörden abrufbar. Im Rahmen des von 2012 bis 2015 laufenden Projektes werden dazu knapp 50 neue Mitarbeiter am Landesamt für Umwelt in Hof eingestellt. 

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit


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Bayern will bei Erdwärme flächendeckend durchstarten - Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/14646075@N03/" target="_blank">digital cat</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank">CC-by 2.0</a>)

Bayern will bei Erdwärme flächendeckend durchstarten - Foto: digital cat (CC-by 2.0)

Redaktion Jens Engelmann
Links
  • www.geothermie.bayern.de

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