13. November 2013

Bayern gewinnt erdwärmeLIGA und löst Serienmeister Brandenburg ab

Im Siegerland Bayern wurden im vergangenen Jahr 379 Sole-Wasser-Wärmepumpen und 316 Wasser-Wasser-Wärmepumpen mit einer Gesamtleistung von 5.771 bzw. 5.594 Kilowatt installiert. „Besonders bemerkenswert ist der hohe Anteil an Wärmepumpen, die das Grundwasser als Wärmequelle nutzen“, stellt erdwärmeLIGA-Geschäftsführer Rüdiger Grimm fest. 71 Prozent der bundesweit geförderten Wasser-Wasser-Wärmepumpen wurden 2012 allein in Bayern installiert. „Im Raum München und im Alpenvorland sind die Bedingungen für eine geothermische Grundwassernutzung besonders gut, da hier ausreichende Grundwassermengen mit guten geochemischen Randbedingungen vorliegen“, erläutert das Mitglied des Expertengremiums. Der „Aufsteiger des Jahres“ Sachsen ist stärker durch die Sole-Wasser-Wärmepumpen geprägt. Hier stehen 175 Erdwärmesysteme dieses Typs (2.272 kW) sechs Wasser-Wasser-Wärmepumpen mit insgesamt 115 kW gegenüber. Der Präsident des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Norbert Eichkorn, verwies in der Dankesrede auf die Bemühungen des Landes die verstärkte Geothermienutzung weiter: „Wir sind bemüht, unsere Bürger bei der Umsetzung von Erdwärmesystemen bestmöglich zu unterstützen. Derzeit erstellen wir einen landesweiten Geothermieatlas, der ab 2014 die regionalen Potenziale darstellen soll. Außerdem bieten wir Leitfäden an. Vielleicht werden wir dann auch bald Gesamtsieger der erdwaermeLIGA.“

Die erdwärmeLIGA erstellt jährlich eine Rangliste auf Basis der Förderzahlen von Erdwärmesystemen mit Sonden, Kollektoren und Grundwasserbrunnen als Wärmequelle. Die Punkte ergeben sich aus der installierten Leistung pro 100.000 Einwohner. Die Datengrundlage bilden die Zahlen der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geförderten Erdwärmepumpen für das jeweils vergangene Jahr. Das BAFA vergibt im Rahmen des Marktanreizprogramms Fördergelder, um den Einsatz Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt voranzubringen. In ganz Deutschland hat das BAFA im Jahr 2012 rund 2.548 Erdwärmepumpen mit einer Leistung von 36.716 kW unterstützt. „Leider können wir Jahr für Jahr ein Rückgang der Förderzahlen beobachten. Derzeit werden nur noch rund 10 Prozent der Anlagen bezuschusst. Dabei schlummert im Wärmemarkt ein riesiges Potenzial zur CO2-Einsparung. Wir brauchen in diesem Energiesektor eine engagiertere Förderpolitik. Erst recht, da sich Investitionszuschüsse über zusätzliche Steuereinnahmen refinanzieren“, fordert Grimm, der ebenfalls dem Vorstand der Sektion Oberflächennahe Geothermie angehört. Insgesamt sind deutschlandweit über 300.000 Erdwärmepumpen installiert. Die erdwärmeLIGA wird getragen vom GtV-Bundesverband Geothermie und dem Bundesverband Wärmepumpe.


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Impressum - Kontakt - Datenschutz - Sponsoring - Pressebereich - Sitemap  | Im Bundesländerwettbewerb um den größten Ausbau von Oberflächennaher Geothermie hat dieses Jahr Bayern die Nase vorne. Mit 90 Punkten lässt es Brandenburg, den Gewinner der Jahre 2010, 2011 und 2012 hinter sich. Der Vorjahressieger kommt auf 78 Punkte. Aufsteiger des Jahres ist Sachsen (58 Punkte). Das Bundesland klettert um drei Plätze auf den Bronzeplatz. Die Preisträger wurden im Rahmen der Eröffnung des Geothermiekongresses 2013 in Essen ausgezeichnet. | Kreation: 599media GmbH – Werbeagentur Dresden